Mißerfolg auf Deutsch
Hecht und Vanek keine Erfolgsbringer für Buffalo
„Das Einzige was fehlt, ist die Konstanz.“ -Thomas Vanek
„Es fehlte uns einfach die nötige Konstanz.“ – Jochen Hecht

Die Tore stimmten, aber Thomas Vanek fehlten 20 Punkte in der vergangenen Saison zu seiner Karriere-Bestleistung aus 2006-07.
Die Phrasen von Thomas Vanek und Jochen Hecht klingen fast einstudiert. Die interne Analyse der Buffalo Sabres nach einer weiteren enttäuschenden Saison muss eindeutig ausgefallen sein: Ihr seid kein Playoff-Team.
Buffalo hat eine echte Spaßmannschaft, die auch nach den Weggängen von Chris Drury, Daniel Briere und Martin Biron noch intakt scheint. Doch die „Konstanz“ ging mit den besagten Namen, die Konstanz eines Kapitäns, eines Erstlinien-Stürmers und eines Ersatztorhüters. Genau diese drei Positionen fehlten des Sabres im vergangenen Jahr und dem davor, um die Runde der letzten 16 zu erreichen.
Es reichten kleine Dinge, um das ach so intakte Team aus dem Leistungsbereich auf die Verliererstraße zu bringen. Craig Rivet, der 23. Kapitän (zugleich die Rückennummer vom Ex-Kapitän Chris Drury) der Buffalo Sabres, fehlte dem Team in 19 Spielen der ersten Saisonhälfte. Der zitierte Star-Flügelspieler Thomas Vanek verpasste im Februar und März neun Spiele durch eine Verletzung. Im gleichen Zeitraum fehlte der Star-Torhüter Ryan Miller weitere 13 Spiele, ebenfalls durch eine Verletzung. Drei Stützen brachen weg und schon verfiel ein „intaktes“ Team in Inkonstanz.
Jochen Hecht hätte als altgedienter Buffalo-Führungsspieler die Lücke des robusten Defensiv-Verteidigers Rivet auffangen können – doch er war überfordert, lieferte seine schlechteste NHL-Saison seiner Karriere ab. Patrick Lalime sollte als erfahrener Torhüter Millers Verletzung abpuffern – jedoch kassierte er in 24 Einsätzen mehr als drei Gegentore pro Spiel und gewann nur fünf Spiele, bei 13 Niederlagen. Jason Pominville müsste als sicherer Punktelieferant die Eiszeit von Vanek in effektives Spiel umsetzen – aber auch er fand nicht zu sich, spielte die schlechteste seiner ersten drei vollen Spielzeiten.
Buffalo holte 2007 die „Presidents Trophy“ als bestes NHL-Team, verpasste den großen Preis am Ende nur knapp. Danach verließen Drury, Briere und Biron eine spielerische atemberaubende Mannschaft, die sich bestens verstanden hat. Verstehen tun sich die heutigen Büffel immer noch. Aber der Spielwitz, die Geschwindigkeit und damit der Erfolg sind weg.
Diesen Mißerfolg haben die beiden deutschsprachigen Spieler, die mit acht und fast vier Millionen Dollar die beiden teuersten Spieler in Buffalo waren, maßgeblich mitzutragen.

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